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Keine Diät hilft – jede Diät hilft

Erfolge und Mißerfolge von Diäten

abnehmen-am-bauch-1Man hat zunächst (mal wieder) eine Diät gemacht. Die Freude über die verlorenen Pfunde und Kilos ist groß und stolz betrachtet man das Ergebnis, das einem die Waage präsentiert. Man fühlt sich gut und alles ist in bester Ordnung. Solange bis der „böse Teufel“ in Form des bekannten JoJo-Effektes still und heimlich wieder die Oberhand gewinnt und die abgehungerten Pfunde so nach und nach wieder an den Ort bringt, wo man sie nicht haben möchte.

Warum die meisten Diäten nicht langfristig wirken

Betrachtet man sich die unzähligen Diätvariationen, die so im Umlauf sind, dann wird man nahezu von einem Massenangebot an Möglichkeiten erschlagen.

Welche Diät soll man machen? Welche lässt sich im Tagesablauf am Besten integrieren? Diese Frage stellen sich täglich tausende von betroffenen Menschen, die abnehmen wollen.

Im Grunde sind 90% der Diäten gleich. Es geht in (fast) allen Fällen um eine radikale Einschränkung der Kalorienzufuhr. Egal ob es eine Kohl-Suppen-Diät, Ananas-Diät oder die radikalste Version, das Fasten ist.

Der erste Effekt ist ganz normal. Man verliert zunächst Wasser. Das Körpergewicht nimmt ab. Man hat lediglich die Anzeige der Waage im Blick und freut sich über die immer kleiner werdende Kilo-Anzeige auf dem Display. Schaffe ich ein Kaloriendefizit in meinem Tagesablauf, dann nehme ich zwangsläufig ab. Das läßt sich gar nicht verhindern.

Wer die Reserve angreift verzeichnet ein Defizit

Am einfachsten ist ein Vergleich mit einem Auto und der Tankfüllung. Wenn ich ein vollgetanktes Fahrzeug habe, jeden Tag 12 Liter Benzin verfahre, aber nur 8 Liter nachtanke, dann wird der Tank leerer und man benötigt jeden Tag 4 Liter von der vorhandenen Benzinmenge, die zu Beginn der Reise im Tank war. Vergleicht man das nun mit einer Diät, dann ist das Wunschgewicht oder das angestrebte Ziel der zu verlierenden Kilos quasi das Ende der Autofahrt, wenn die Reserve im Tank verbraucht ist.

Doch was passiert dann?

Die Reservelampe im Auto ist ungefähr mit den Heißhungerattacken beim Abnehmen zu vergleichen. Es wird signalsiert, dass eine „Notsituation“ entstehen kann. Ist der Tank leer, dann bleibt der Motor stehen. Um das zu vermeiden tankt man natürlich nach und sicherheitshalber etwas mehr als man benötigt, damit man nicht in die Situation kommt am Wegesrand liegen zu bleiben. Genau das tut der Körper auch. Er legt eine Reserve an für Notzeiten.

Wissenschaftlich erwiesen:
Eine Radikal Diät ist kontraproduktiv!

2011 veröffentlichte die Universität von Melbourne in Australien eine Studie, bei der sich 50 Testpersonen für 10 Wochen einer Radikal-Diät mit einer täglichen Kalorienaufnahme von 550 kcal unterzogen haben. Im Schnitt verloren die Probanden in dieser Zeit 13,5 Kilogramm.

Die teilnehmenden Personen wurden noch ein komplettes Jahr nach der Diät weiter beobachtet. Es stellte sich heraus, dass der Hormonhaushalt sogar ein komplettes Jahr nach dieser Diät immer noch Veränderungen, im Vergleich zum Zeitraum vor der Gewichtsabnahme, aufwies.

Diese Veränderungen sorgten für einen erhöhten Appetit und einer Gewichtszunahme. Auch die subjektiven Hungergefühle der Testpersonen sind erheblich angestiegen und zwar nicht nur kurz nach der Diät, sondern langfristig.

Vollzieht man nun diese Crashdiäten mehrmals, weil man es immer wieder mit einer anderen Methode versucht, dann ist das nicht nur ungesund, sondern führt langfristig auch zu einem Haushalt im Körper, der einem keine Chance auf ein gutes Ergebnis gibt.


Fazit: Diäten sind langfristig unwirksam

Im Gegenteil – sie sind nicht nur unwirksam, sondern kontraproduktiv. Wer sein Wunschgewicht erreichen möchte und es auch halten will, der kommt um eine Ernährungsumstellung nicht herum. Und zwar keine Umstellung für 4 Wochen, sondern eine Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten für die Zukunft.