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Abnehmen mit der Mittelmeer-Diät

Abnehmen und Erfahrungen mit der Mittelmeer-Diät

Viel Fisch bei der MittelmeerdiätDie Mittelmeer-Diät, Mediterrane Diät oder Kreta-Diät setzt ganz auf die Lebensmittel, die man in den Ländern am Mittelmeer hauptsächlich isst: Fisch, viel Gemüse und Obst, Nudeln, Kartoffeln, Baguette, gutes Olivenöl und als Gewürz Knoblauch.

Fleisch wird bei dieser Diät relativ wenig gegessen, ebenso Käse und Süßigkeiten. Ziel der Mittelmeer-Diät ist vor allem Herz-Kreislauf-Krankheiten zu bekämpfen. Diese sind in den Mittelmeer-Ländern nicht so verbreitet wie bei uns. Abnehmen kann man mit der Diät nur langfristig, wenn man das Fett in Form von Olivenöl stark reduziert. Allerdings verliert auch dann nicht jeder zwangsläufig Kilos.

Lecker und gesund, aber die Pfunde purzeln nicht immer

Die Mittelmeer-Diät imitiert nur in etwa die Ernährung der Südländer. Deren Frühstück beispielsweise besteht oft aus Croissants mit Marmelade oder anderem Gebäck aus Weißmehl.

Auch Kuchen und Süßes werden gerne verzehrt und das Olivenöl nicht gerade sparsam verwendet. Doch gibt es sehr gesunde Mittags- und Abendmahlzeiten, wenn man die kalorienreiche Pizza außen vorlässt. Getrost kann man auf das lästige Kalorienzählen verzichten, muss aber das Olivenöl abmessen. So verschwenderisch wie der Griechen, Italiener und Spanier mit ihm umgehen, wäre es einer Gewichtsreduktion nicht zuträglich.

Der wichtigste Punkt ist die Frische:
Es wird täglich frisches Gemüse und Obst gebraten, gekocht oder roh zubereitet. TK-Kost und Fast Food werden vom Speiseplan verbannt.

So lecker dieser Ernährungsform auch ist, einen Haken hat sie: Auch wenn man es schafft, sie einzuhalten, nimmt man nicht unbedingt ab, sondern tut vor allem etwas für seine Gesundheit. Leider reagiert nicht jeder Stoffwechsel auf diese Ernährungsform mit Gewichtsabnahme.

Ist die Mittelmeerkost bei uns umsetzbar?

Der Ernährungsplan der Mediterranen Diät klingt verlockend: Schlemmen wie im Urlaub! In den kälteren Gebieten Europas ist diese aber nicht so einfach. Natürlich hat man in Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland täglich sonnengereiftes Gemüse und Obst vom nächsten Markt auf dem Teller. Fangfrischen Fisch zu bekommen, ist ebenso kein Problem.

Hierzulande haben Gemüse und Obst aber meist eine lange Reise hinter sich und wurden unreif geerntet. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind bei den Produkten aus dem deutschen Supermarkt nicht in besonders hoher Konzentration enthalten.

Wollte man den Gesundheitseffekt der Mittelmeer-Ernährung genau imitieren, müsste man auf Obst und Gemüse zurückgreifen, das bei uns gerade Saison hat. Im Winter ist die Auswahl dann recht beschränkt auf einige Kohlsorten.

Auch unsere Salate kommen aus Gewächshäusern und können nicht den selben Nährstoff-Gehalt aufweisen wie die Salate, die im Süden vom Feld geerntet und schnell verzehrt werden. Fangfrischen Fisch bekommt man nur in den Küstenregionen, am See oder an Zuchtweihern.



Im Sommer lässt sich die Mittelmeer-Diät bei uns noch sehr leicht praktizieren, im Winter mangelt es schlichtweg an den Grundelementen, den frischen sonnengereiften Zutaten.

Ein weiteres sehr wichtiges Element der Mittelmeer-Diät, der Knoblauch, kann bei uns im Berufsalltag nicht täglich genossen werden. Im Süden herrscht in diesem Punkt eindeutig mehr Toleranz.